Lesetipp von
Anna Puszies
27.08.2023

Billie wusste schon immer was sie will: Geschichten und Gedichte schreiben, mit ihrer Freundin Lea abhängen und mit Ihrer Mutter am Anfang des Monats den größten Eisbecher in der Eisdiele - den Paradise Garden - bestellen, um das Monatsende mit Nudeln und Ketchup wieder wett zu machen. Billie ist 14 und lebt mit ihrer Mutter und einer großen Menge unausgesprochener Geheimnisse in einer 2-Zimmer-Wohnung. Billie heißt eigentlich Erzsébet, und während sie nur Ärschebett hört, trägt sie laut ihrer Großmutter einen wirklich ehrenvollen ungarischen Namen. Als diese nach jahrelanger Abwesenheit im Leben von Billie und ihrer Mutter auftaucht und ihr Zimmer in Beschlag nimmt, weiß Billie mit dem Eindringling vorerst nichts anzufangen. Dann passiert etwas Furchtbares und für Billie teilt sich alles in ein Davor und ein Danach.
"Ich fragte mich, wie viele "aber" jetzt noch kommen würden. Vielleicht war das jetzt mein Leben. Mir war natürlich klar, das ein "aber"-Leben kein richtiges Leben ist. Luna würde sagen, dass es ein Leben mit angezogener Handbremse ist."
Und für Billie entstehen in diesem neuen Leben so viele Lücken und Fragen, dass sie schließlich auf die Suche gehen muss: Nach ihrer Mutter, ihrem Vater, ihrer eigenen Geschichte.
Elena Fischer beschreibt in ihrem Debütroman liebevoll die kreative Lebensweise von Billie und ihrer Mutter und die komplizierten Mutter-Tochter Beziehungen der drei Generationen. Ich habe Billie mit Spannung durch ihren Sommer begleitet, Paradise Garden ist ein abwechslungsreicher Coming-of-Age-Roman, die Geschichte eines Road Trips und einer Familie.

Roman
Diogenes, 23,00 €

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